Sanierungsplan für BMW-Autohaus (Ostsee-Zeitung)
05.12.2009
Greifswald. Für das BMW-Autohaus Wilfried Leschitzki An den Bäckerwiesen wurde in dieser Woche das Insolvenzverfahren eröffnet. Der erfahrene Rostocker Anwalt Gerhard Brinkmann, der am 14. September zum Insolvenzverwalter bestellt worden war, betonte gegenüber der OZ, dass derzeit noch 18 Mitarbeiter im Unternehmen tätig seien und die Geschäfte ganz normal liefen. Neubestellungen oder Ersatzteilbestellungen würden pünktlich zum vereinbarten Termin ausgeliefert.
Brinkmann hatte sich, nachdem am 10. September die Insolvenz angemeldet worden war, zunächst einen umfangreichen Überblick über die geschäftliche Situation des Autohauses verschafft und verhandelt seitdem mit Vertragspartner BMW. Als positiv wertet der Insolvenzverwalter, dass es keine riesigen Außenstände gab und die Mitarbieter weiter ihren Lohn erhalten konnten. Nun soll bis zum Jahresende ein tragfähiges Konzept für das Unternehmen stehen. Dazu wurden Experten einer deutschlandweit agierenden Kanzlei dazugeholt. "Wir wollen das BMW-Autohaus sanieren, dem Vertragshändler BMW ist sehr daran gelegen, diesen Standort zu halten", betonte Brinkmann. Allerdings sind die Verhandlungen für einen Sanierungsplan schwierig, denn neben dem Autoproduzenten muss auch mit dem Zwangsverwalter des Pächters Einvernehmen hergestellt werden.
Nach Aussage von Gerhard Brinkmann gibt es für das Autohaus An den Bäckerwiesen mehrere Interessenten. Wer am Ende den Zuschlag erhält, ist noch offen. "Aber bis zum Jahresende steht es fest", sagte er.
Autohaus-Inhaber Wilfried Leschitziki hatte im September erklärt, dass die Wirtschaftskrise und die zu Jahresbeginn eingeführte Abwrackprämie zur Pleite geführt hätten. "BMW ist nun mal keine billige Marke und hat auch keinen Kleinwaren im Angebot. Aber genau dieses Autos waren bei den Kunden gefragt, seit der Staat die Abwrackprämie eingeführt hatte. So haben wir von dieser Maßnahme kein bisschen profitiert", meinte Leschitzki.
