Rovema: Neue Aufträge angenommen (Gießener Allgemeine)

27.11.2009

Für Verpackungsmaschinenhersteller haben sich weitere Interessenten gemeldet

Fernwald-Annerod (rüg). Zu einem ersten Gespräch hat sich der Betriebsrat der insolventen Rovema Verpackungsmaschinen GmbH in Annerod am Montag mit dem Insolvenzverwalter Dr. Jan-Markus Plathner getroffen. Wie Betriebsratsvorsitzender Carl-Albert Götz auf
Anfrage der »Allgemeinen Zeitung« berichtete, sei das Gespräch »sehr konstruktiv und sehr informativ« verlaufen.

Bezüglich der Fortführung des Unternehmens habe man »eigentlich ein gutes Gefühl«. Der verhaltene Optimismus resultiert aus der Tatsache, dass es zahlreiche Interessierte an Rovema gebe. Dies bestätigte auch Sebastian Brunner, seitens des Insolvenzverwalters zuständig für Presseanfragen. In den vergangenen Tagen hätten sich weitere Interessenten gemeldet. Es sei ein sogenannter Datenraum eingerichtet worden, in dem sich potenzielle Investoren über das Unternehmen informieren könnten. Außerdem könne Rovema auch wieder neue Aufträge annehmen. Anfangs habe es in der Belegschaft schon ein heftiges Erschrecken gegeben, aber jetzt sei doch die Hoffnung da, dass es weitergeht, berichtete der Betriebsratsvorsitzende. Schließlich werde produziert, und seit Freitag habe man auch neue Aufträge annehmen können. »Der Alltag geht erstmal weiter, und wir hoffen, dass es schnellstmöglich zu einer Lösung kommt«, sagte Götz. Allerdings. Welche Einschnitte sich für die Belegschaft ergeben werden, könne man erst absehen, wenn das Sanierungskonzept eines Investors auf dem Tisch liege. Insolvenzverwalter Plathner bemühe sich sehr um das Unternehmen, und der Betriebsrat habe die Aufgabe, alles zu tun, um die Arbeitsplätze zu erhalten, und dafür zu sorgen, dass es für die Arbeitnehmer so wenig wie möglich Einschnitte gibt. Aber die Mitarbeiter seien verhalten positiv gestimmt. Man sei allerdings gespannt, ob die »Politik auch einem kleinen Mittelständler die Hand reicht«.